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Aktuelles

17.10.2017: Horst Winkelmann

 

Eines unserer ältesten Mitglieder ist nach schwerer

Krankheit gestorben. Nur für wenige ist Horst Winkelmann noch ein Begriff. In den 60er und 70er Jahren war er der Turnierleiter, der mit daran gearbeitet hat, dass unsere BSG eine mehr sportliche Ausrichtung bekommt.

 

Große Weitsicht und Organisationsfähigkeit wurden ihm

bescheinigt, stets präsent, ansprechbar und fachkundig. Er war dann auch einige Jahre 2. und 1. Vorsitzender (1972-1976). Seine Aktivitäten hörten plötzlich auf,  weil seine Frau plötzlich schwer erkrankte und verstarb. Er musste weiter seinen Beruf ausüben, musste aber jetzt auch  viel mehr für seine Familie, für fünf junge Söhne, da sein.

 

Auch danach blieb er interessiertes Mitglied unserer BSG. Vor einigen Jahren kam er, schon von der Krankheit gezeichnet, noch einmal zur Hauptversammlung.

 

Wir verneigen uns vor seiner Leistung. Er hat für die Bremer Schachgesellschaft von 1877 viel getan.

Franz Stabenow und Manfred Breutigam

PS: Vor über 50 Jahren gelang Horst Winkelmann folgendes Schmuckstück, welches damals auch international Aufmerksamkeit erregte. Viel Vergnügen beim Bestaunen und Nachvollziehen des von langer Hand geplanten spektakulären Schlusszuges!

AC

13.10. Matthias Rast souverän!

 

Die erste Entscheidung in der VM 2017 ist gefallen: Mattthias Rast gewinnt mit 6 aus 7 die Gruppe 4 und steigt damit in die nächste Gruppe auf. Gratulation!

 

Einen ebenso beeindruckendes Turnier spielte Otto Fritz - er holte mit 5,5 aus 7 den 2. Platz, der (wenn der Schreiberling recht informiert ist) ebenfalls zum Aufstieg qualifiziert.

 

Einen guten Einstand hatte auch unser neues Mitglied Stefan Albrecht; als einziger schlug er den Gruppensieger und erspielte sich bei seiner Premiere einen soliden Mittelplatz. Alle Ergebnisse und der Tabellenstand finden sich hier.

AC

 

 

 

19.09.17: In eigener Sache

 

Liebe Schachfreunde!

Diese Info für Euch bitte zur Erinnerung: Am kommenden Montag, den 25.09., findet

die VM Runde 8 statt. Die Runde 7 wurde wegen unserer Simultanvorstellung auf den 09.10. verschoben. Bitte das in eurer Terminplanung berücksichtigen.

 

Vielen Dank!

Gruß K.Bo. (BSG-Turnierl.)

18.09.17: Ein Vereinsduell mit Streichen...

 

Die Bremer SG ist mit zwei Mannschaften in der neu ins Leben gerufenen Feierabendliga vertreten und gleich am 1. Spieltag kam es zum vereinsinternen Duell BSG F1 – BSG F2. Die Erste war an allen Brettern deutlich stärker aufgestellt als die Zweite und so stand der Sieger eigentlich schon vor dem 1. Zug fest, aber denkste!?!

 

Hier zunächst die Spielpaarungen:

 

Bremer SG F1 – Bremer SG F2

  1. Frank Peters – Matthias Proske
  2. H. G. Steinkraus-Kück – Michael Woltmann
  3. Robert Klemm – Kurt Borbely
  4. Oliver Reif – Otto Fritz

 

Am 2. Brett trafen H. G. Steinkraus-Kück (DWZ 1751) und Michael Woltmann (DWZ 1331) aufeinander. Michael zeigte sich an diesem Tag von seiner Schokoladenseite und wuchs über sich hinaus. Er spielte sehr konzentriert, eroberte im Mittelspiel Material und bestimmte fortan das Spielgeschehen. H. G. wehrte sich nach Kräften gegen die drohende Niederlage, aber es gab kein Entrinnen mehr. Er gab auf und gratulierte Michael zum verdienten Sieg. Das war der erste Streich...

 

Die Partie Robert Klemm (DWZ 1696) – Kurt Borbely (DWZ 1169) verlief auf Augenhöhe. Kurt konnte sich dann einen Mehrbauern erkämpfen, stand nun sogar etwas besser und dann geschah folgendes: Robert beorderte  einen Turm ins Zentrum, Kurt schlug diesen mit dem Springer und gab damit die schützende Deckung seiner Dame auf. Ein Fauxpas. Roberts weißfeldriger Läufer hatte nun freie Bahn und schlug die schwarze Königin. Kurt streckte sofort die Waffen und vorbei war es mit dem zweiten Streich. Ausgleich zum 1:1.

 

Auch die Kontrahenten Oliver Reif (DWZ 1591) und Otto Fritz (DWZ 1244) schenkten sich nichts. Oliver kam zunächst besser aus der Eröffnung heraus, er griff beherzt an, aber unterschätzte dabei Ottos Gegenangriff und stellte dann nach einem Figurenabtausch fest, dass er eine Leichtfigur weniger auf dem Brett hatte. Erschwerend kam hinzu, dass er, Oliver, nun länger in die Stellung hineingucken und überlegen musste. Das kostete ihm Zeit und die Schachuhr tickte gnadenlos gegen ihn herunter; Otto dagegen hatte die Ruhe weg. Der BSG F2-Spieler kombinierte außerdem klug, erkannte einen Mattangriff und schlug eiskalt zu. Diese Partie war der nächste Streich und brachte die Zweite wieder in Front.

 

Am Spitzenbrett spielten Frank Peters (DWZ 2042) und Matthias Proske (DWZ 1473). Auch diese Partie verlief lange Zeit recht ausgeglichen. Frank konnte dann im Mittelspiel einen Bauern gewinnen, aber Matthias konnte seine Stellung gut verteidigen und blieb im Spiel. Erst im Endspiel setzte sich die spielerische Klasse und die langjährige Spielerfahrung des Oberliga-Spielers durch. Frank gewann unter dem Strich verdient und damit blieb ein weiterer Streich und die ganz große Sensation aus. Matthias darf aber trotzdem mit seiner Leistung sehr zufrieden sein.

 

Der Mannschaftskampf BSG F1 – BSG F2 endete mit einem leistungsgerechten 2:2. Es ist schon eine faustdicke Überraschung, weil dieses Ergebnis hatte vorher wohl niemand auf der Rechnung gehabt. Wie heißt es doch immer: „Partien müssen erst gespielt werden und dann wird abgerechnet!“

 

Die BSG F1 trifft in der nächsten Runde auf die Spielgemeinschaft F1; die BSG F2 spielt gegen den Delmenhorster SK F1. Die Spieltermine werden noch rechtzeitig bekanntgegeben.

MR

09.09.17: 140 Jahre BSG: Bilder vom Simultan mit GM Rogozenko

 

Anbei schon einmal die ersten Bilder, Bericht folgt nach!

AC

26.08. 140 Jahre BSG: Simultan mit Dorian Rogozenko!

 

Die Bremer Schachgesellschaft feiert in diesem Jahr ihr 140-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass findet am Montag, dem 28.8. ein Simultan mit dem Bundestrainer GM Dorian Rogozenko statt. Das Reihenspiel beginnt um 19 Uhr, zuvor lässt Andreas Calic in einem Vortrag ab 18 Uhr besondere Momente aus der Geschichte des Vereins Revue passieren. 25 Teilnehmer haben sich für das Simultan angemeldet, das auf eine imposante Tradition zurückschauen kann, wie hier nachgelesen werden kann.

AC

25.08.2017: 140 Jahre BSG: Chronik. Teil 2: Die 60er Jahre

 

Schlag auf Schlag! Nach den 50ern sind nun auch die 1960er Jahre der Chronik vollständig! Obwohl, nicht ganz: 1969 fehlt, da Hanno Keller seine Untersuchungen zu diesem Jahr nicht mehr vollständig zusammentragen konnte. Hier geht's also zu den Jahren 1960-1968!

AC

24.08.2017: Neues vom Pokal und aus der VM

 

Anbei die aktuellsten Ergebnisse und Tabellenstände aus unseren Vereinsturnieren - hier geht's zum Pokal und hier zur VM.

AC

23.08.2017: 140 Jahre BSG: Chronik. Teil 2: Die restlichen 50er Jahre

 

Die 1950er sind vollständig! In unserem  Schacharchiv finden sich ab sofort die Jahre 1950-1960. Hier geht's lang!

AC

22.08.2017: 140 Jahre BSG: Chronik, Teil 2: 1952, 1953 und 1957

 

Neben den neu zu entdeckenden alten  Vereinszeitschriften soll der zweite Teil unserer Chronik nicht in Vergessenheit geraten! Anbei die Jahre 1952, 1953 und 1957. Fortsetzung folgt!

AC

Hanno Keller_Chronik_der BSG_1952
Keller_Chronik_1952.pdf
PDF-Dokument [74.2 MB]
Hanno Keller_Chronik der BSG_1953
Keller_Chronik_1953.pdf
PDF-Dokument [39.6 MB]
Hanno Keller_Chronik der BSG_1957
Keller_Chronik_1957.pdf
PDF-Dokument [60.5 MB]

17.08.2017: Simultan mit Tal

 

Auch zu ihrem 110-jährigen Bestehen lud die Bremer Schachgesellschaft zu einem Simultan an die Bretter. Niemand Geringeres als Weltmeister Michael Tal gab uns 1987 die Ehre. Berichte, Fotos und Roberto Jordans Remispartie gegen den Zauberer aus Riga finden sich im Schachecho Nr. 1  aus dem März 1987.

AC

Schachecho Nr. 1 März 1987
Schachecho Nr. 1 März 1987.pdf
PDF-Dokument [5.4 MB]

16.08.2017: Schachecho Nr. 13 vom August 1981

 

Anbei geht es zur nächsten Ausgabe einer unserer "historischen" Vereinszeitungen (siehe Eintrag vom 14.8.2017) u.a. mit Martin Breutigams Bericht von der Deutschen Jugendmeisterschaft 1981, einer Partieanalyse Hanno Kellers und der Beantwortung der Frage, wer ist Udo Arndt? Viel Vergnügen bei der Lektüre!

AC

Schachecho Nr. 13 August 1981
Schachecho Nr. 13 August 1981.pdf
PDF-Dokument [8.0 MB]

14.08.2017: Die Vereinszeitungen der BSG

 

Schachecho, Schachspiegel, Schachinfo - im Laufe der Zeit hatte die Bremer Schachgesellschaft diverse eigene Schachpublikationen, die über das schachliche Innenleben des Vereins berichteten. Allen Nostalgikern, Historikern und Schmökerern unseres Vereins werden diese ab sofort und nach und nach als pdf-Datei zugänglich gemacht! Es beginnt mit dem Schachecho Nr. 9 aus dem November 1980. Alle Exemplare finden sich in Zukunft hier. Viel Vergnügen bei der Lektüre!

AC

Schachecho Nr. 9 November 1980
Schachecho Nr. 9 Nov 1980.pdf
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07.08.2017: Tabelle des 6. Blitzturniers

 

Am vergangenen Montag lief das 6. Blitzturnier der laufenden Saison, welches von Detlef Plump gewonnen wurde. Anbei die Tabelle mit den weiteren Ergebnissen.

AC

04.08.2017: BSG goes Weserkurier

 

Schon seit längerem schlummert in den Katakomben unserer Homepage eine Art Pressearchiv. In diesem findet sich eine üppige Sammlung zahlreicher Zeitungsartikel, in denen über die BSG seit 1946 berichtet wurde. Jetzt ist gleich ein ganzer neuer Schwung dazu gekommen: allein im Jahre 1985 gab es 23(!) Artikel, die ab sofort hier nahgelesen werden können. Da liest man dann unter anderem, dass ein gewisser Detlef Plump 1985 Bremer Blitzmeister geworden ist...

 

Viel Vergnügen beim Stöbern in gar nicht so alten Zeiten!

AC

                                       . 01.08.2017: Princess  Cup 2017 in Wildeshausen

 

Und wieder lud Wildeshausen zum Princess-Cup ein. Ein Turnier, bei dem die max. DWZ auf 1500 begrenzt ist. D.h. Ein Sprungbrett für alle Schachspieler, die die 1500 DWZ Marke noch nicht erreicht haben. Hier hat man bei netter und lockerer Atmosphäre die Gelegenheit seine Schachkenntnisse zu verbessern.

 

Das Turnier lief am WE vom. 28.07. bis Sonntag den 30.07. Es war mit 50 Spielern sehr gut besucht. Ein bunter Schnitt aus Kindern, Jugendlichen und reiferen Schächern.

 

Die BSG reiste dabei mit 4 Spielern an. Der Kollege Harald Weinitschke konnte zum ersten Male für das Turnier gewonnen werden (siehe unten sein eigener Spielbericht). Nach dem Motto: Er kam, sah und siegte! In der Tat spielte Harald ein hervorragendes Turnier, er belegte den zweiten Platz, bekam einen schönen Pokal, eine Urkunde und eine Geldprämie. Harald musste sich bei seiner letzten Partie gegen Claas Rockmann Buchterkirche geschlagen geben. Bei gleichzeitigem Sieg seiner direkten Konkurrentin Kira Lücke, die ihre letzte Partie gewann.

 

Die restlichen BSGler Alexander Kück (3 Pkt.),  Felix Rieger (4 Pkt.) und Kurt Borbely haben aber auch heroisch gekämpft. Felix konnte mit 4 Punkten sehr zufrieden sein. Aber wir blieben doch etwas hinter unseren Möglichkeiten. Unserem Schachkollegen Harald gratuliert die gesamte BSG ganz herzlich zu diesem schönen Erfolg!

KB

 

Spielbericht vom Princess-Cup 2017

 

Vom 28.07 bis zum 30.07.2017 wurde der Princess-Cup in Wildeshausen zum 11ten Mal ausgetragen. Von der Bremer Schachgesellschaft waren vier Spieler angereist: Felix Rieger, Alexander Kück, Kurt Borbely und, zum ersten Mal, Harald Weinitschke. In einer großen, hellen Schulmensa fanden die Partien statt.

 

Spielbericht: H. Weinitschke (1443)

Die erste Partie wurde glücklich gewonnen, weil er den vorletzten Fehler gemacht hatte; er ließ einen Läufer stehen, den sein Gegner (996) nicht übersah. Zum Ausgleich passierte dem im 31. Zug das Gleiche, Figurengleichstand war wieder hergestellt, übersah dann noch ein Abzugsschach, was ihm zwei Bauern und ein Turm kostete und die Partie war gelaufen. 1:0!

                                                                                                                   

Die zweite und dritte Partie wurden von ihm souverän gemeistert gegen D. Obst (1217) und U. Wegmann (1153). 3:0!

 

Sein vierter Gegner, V. Milerman mit Weiß spielend, erwies sich als gleichwertig, nicht nur von der DWZ her (1441). Die Eröffnung mit e4 wurde mit der modernen Verteidigung d6, g6, Lg7, a6 beantwortet. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, bei dem es Harald gelang, seinen Gegner mehr und mehr in die Defensive zu drängen, so dass dieser einen Springer gegen einen Bauern tauschen musste. Dieser Materialvorteil wurde bis ins Endspiel gehalten. Zum Schluss spielten Turm und Läufer gegen Turm. Nach dem 56. Zug gab Vladimir sein Spiel verloren:4:0!

 

Im fünften Spiel gegen die spätere Siegerin Kristina Lücke (1413) vergab Harald leichtfertig eine Chance zum Sieg. Besser positioniert verrechnete er sich beim Figurenabtausch, so dass er zwar einen Turm gewann, dafür aber eine Leichtfigur mehr hergeben musste. Zum Schluss gelang ihm, auch weil seine Gegnerin in Zeitnot kam, noch ein Remis. 4,5:0,5!

 

Auch das sechste Spiel am Sonntag konnte er für sich entscheiden. Mit nun 5,5 Punkten war der Gesamtsieg zum Greifen nah. Das letzte Spiel brachte die Entscheidung. Leider vergriff er sich in der Eröffnung mit c4, machte Fehler im Mittelspiel, was ihm nicht nur einen Bauern kostete, sondern auch positionell zeigten sich Schwächen. Als sein Gegner (1479) mit einem Bauern drohte, die Grundlinie zu erreichen, gab er die Partie verloren. 5,5:1,5!

Dank seiner hohen Buchholz-Wertung von 32 konnte er trotz der Niederlage im letzten Spiel den 2. Platz, punktgleich mit zwei weiteren Spielern, behaupten. Mit einer Urkunde, einem Preisgeld und einem Pokal aus den Händen von Spartak Grigorian endete ein erfolgreiches Wochenende.

HW

Sawadkuhi 2002 bei der Bremer Einzelmeisterschaft (Foto: Hanno Keller, Schacharchiv der Bremer SG)

27.07.2017: Massoud Amir Sawadkuhi verstorben

 

Gestern erreichte mich die traurige Nachricht, dass Massoud Amir Sawadkuhi leider Ende Juni verstorben ist. Auf Wunsch der Familie fanden die Trauerfeierlichkeiten im engsten Kreise statt und sein jetziger Verein SK Bremen-Nord hat es nun bekanntgegeben.

 

Ich denke, viele Schachfreunde aus Bremen und Umzu hätten sich sonst auf diesem Wege von ihm verabschiedet und ihre Anerkennung gezeigt. Neben der Bremer SG und dem SK Bremen-Nord war er auch bei Werder in seiner langen Schachkarriere in Bremen aktiv.

 

Über 10 Jahre hatte er das wöchentliche Training der Bremer SG in den 80er und 90er Jahren geleitet. Ebenso war er in vielen Spielzeiten Spitzenspieler in den Mannschaftskämpfen und nahm ebenso erfolgreich an den Vereinsturnieren teil. An unzähligen Vereinsabenden saß er mit Hanno Keller († 2015) am Brett und analysierte Fernschachpartien. Da konnte man als Kibitz einiges lernen.

 

Im letzten Jahr hatte er die B-Trainer Lizenz des Deutschen Schachbundes erworben. Im Zuge dessen bat er mich als damaligen Vorsitzenden der Bremer SG um eine Bestätigung seiner Trainingszeiten bei uns. Dem Wunsch kam ich natürlich gerne nach. Meine Schachlaufbahn begann ich 1984 bei der Gröpelinger Schachgemeinschaft, besuchte aber schon bald parallel das Training von ihm bei der Bremer SG und später als Mitglied natürlich auch wieder. Bei dem Blättern durch alte Trainingsunterlagen und Vereinsnachrichten und der Rücksprache mit Thomas Jonnek, der auch einer seiner „Schützlinge“ war, kamen viele schöne Erinnerungen an die „gute alte Zeit“ zurück. Massouds Training war immer von hoher Qualität und seiner Begeisterung für das Schach geprägt. Noch heute nutze ich viele Redewendungen bei Analysen, die vielleicht nicht wortwörtlich von Massoud stammen, aber doch seine Einstellung zum Schach widerspiegeln. Er ließ aber auch nie Zweifel, dass Fortschritte nur mit intensiver Arbeit erreicht werden können. Ich habe trotzdem eine ganze Menge gelernt.

 

Es ist sehr schade, dass Massoud nicht noch viele schöne Jahre mit dem geliebten Schach verbringen durfte. Wir bedanken uns für seine langjährige erfolgreiche Arbeit bei der Bremer SG und werden ihn in sehr guter Erinnerung behalten.

DS

PS vom 28.7.2017: Ausgewählte Partien Sawadkuhis

 

Anlässlich seines 60. Geburtstags hat Sawadkuhi im September 2002 eine kleine Broschüre mit 60 eigenen Partien zusammengestellt und kommentiert, "um mich an die vergangenen Wettkämpfe und die alten Schachfreunde zu erinnern". Ein Exemplar schenkte er "Herrn Pastor Hanno Keller"; es befindet sich im Schacharchiv der Bremer Schachgesellschaft und steht hiermit als pdf-Download bereit.

AC

Partiensammlung Sawadkuhis
Sawadkuhi_60.pdf
PDF-Dokument [1.9 MB]

PS vom 30.7.2017: Sawadkuhis beste Partie

 

In einem Interview, das Sawadkuhi anlässlich seines Gewinns der Asiatischen Seniorenmeisterschaft 2011 gab, bezeichnete er seine Partie gegen den australischen IM Shaw von der Schacholympiade 1972 in Skopje als "my best game with complicated tactics". Hier geht es zur Partie und hier zum Interview. Übrigens gewann Sawadkuhi dieses Turnier  2014 in der Kategorie 65+ ein weiteres Mal.

AC

26.7.2017 Marko Jostes gewinnt im Sommerschnellschach

 

Am Ende setzte sich der Favorit durch: nach acht Runden lag Marko Jostes souverän mit 2 Punkten Vorsprung auf dem ersten Platz des diesjährigen Sommerschnellschachturniers. Gratulation!

 

Allerdings hatte er auf dem Weg dorthin kritische Augenblicke zu überstehen: so siegte er in der 1. Runde in einem remislichen Doppelspringerendspiel gegen den Gastspieler Markus Jablonka, weil dieser freundlicherweise mit seinen Springern in eine Bauerngabel hineinhoppelte. Und auch Manfred Krause tat ihm in der 5. Runde den Gefallen, in der hektischen Blitzphase einen ganzen Turm einzustellen. Aber wie heißt es so schön-schaurig: Glück muss man sich verdienen. Und dass Jostes außerdem der einzige Spieler ohne Niederlage war, spricht auch für sein Können.

 

Punktgleich teilten sich die Plätze Krause und Alexander Gattig - starke Gastspieler heißt der Verein jederzeit willkommen ;)

AC

BSG Sommerschnellschach 2017

Runde 1 - 4 vom. 17.07.2017

Rangliste:  Stand nach der 4. Runde 
Rang Teilnehmer Titel TWZ At Verein/Ort Land S R V Punkte Buchh SoBerg
1. Jostes, Marko   2006       3 1 0 3.5 7.0 5.75
2. Krause,Manfred   1849       3 1 0 3.5 6.5 5.50
3. Gattig, Alexander   1850   Gast   2 1 1 2.5 10.0 4.75
4. Fritz, Otto   1260       2 1 1 2.5 4.0 2.25
5. Ditmas, Hugh   1890       1 2 1 2.0 10.0 3.75
6. Dehn.-Busse,Karst   1681       1 2 1 2.0 6.0 2.00
7. Dietrich,Igor   1690       2 0 1 2.0 5.5 1.50
8. Hoffer,Hayo   1703       1 1 2 1.5 11.5 3.25
9. Weinitschke,Haral   1443       1 1 2 1.5 7.5 2.00
10. Jablonka, Markus   1500   Gast   1 0 3 1.0 10.5 2.50
11. Gatz, Helmut   1300       1 0 3 1.0 8.0 0.00

13.07. Sommer Schnellschachturnier 2017

 

Liebe Schachfreunde. Ich möchte Euch aus der Sommerlethargie wecken und viele

Spieler am kommenden Montag,den. 17.07.2017 zum Sommerschnellschach einladen.

 

Es ist in der BSG eine schöne Tradition geworden auch in der Sommerzeit ein

Schnellschachturnier durchzuführen. Wir spielen dieses Turnier nun im vierten Jahr,

und es erfreut sich immer mehr großer Beliebtheit.

 

Gespielt werden pro Partie 20 Min. Am 17.07. spielen wir die ersten 5 Runden, und

am Montag drauf den. 24.07. die restlichen 4 Runden. DWZ oder Elo ist sekundär,

es ist ein Turnier ohne Druck und DWZ Wertung. Der Sieger erhält unseren BSG -

Sommerschnellschach Wanderpokal,der jedes mal neu ausgespielt wird. Beginn

um 19:30 Uhr. Anmeldung vor Ort.

 

Dieses Objekt der „Begierde“ konnte im ersten Jahr Alexander Kück gewinnen. Ihm

folgte im Jahr darauf Hayo Hoffer. Im vergangenem Jahr wurde Marko Jostes

Schnellschachsieger.

 

Also, liebe Schachfreunde auf ein spannendes Turnier !

KB

07.07. Ehrung für Rolf Hundack

 

Rolf wurde in der vergangenen Saison Schnellschachmeister und Pokalsieger

In der Vereinsmeisterschaft holte er den zweiten Platz. Entsprechend wurden ihm nachträglich

Pokale und Urkunden übergeben. Herzlichen Glückwunsch von der gesamten BSG !

 

K.B.

 

Spielbericht aus der Seniorenliga: BSG 3 - Findorffer SF 3

 

Im Rahmen der Bremer Senioren Mannschaftsmeisterschaft 2017 trafen am 26. Juni die Senioren der BSG 3 in einem Heimspiel auf eben dieselben der Findorffer Schachfreunde 3. Der Papierform nach waren wir klarer Favorit, sind wir doch mit DWZ 1617 und die Findorffer mit 1259 gemeldet.

 

An Brett 4 spielte Lutz Dirks (1097) mit den weißen Steinen ein im zweiten Zug angenom­menes Damengambit gegen den noch DWZ-losen Rolf Dittmar.

 

Genau zur Hälfte der Partie im 19. Zug gab mein Gegner einen seiner Türme gegen einen Springer, und somit waren die Weichen auf Sieg gestellt. Das bittere Ende erlebte der schwarze König, nachdem er seine Dame und anschließend den letzten verbliebenen Läufer im Zuge einer Fesselung verloren hatte, im 38. Zug auf h4, wo er mit seiner restlichen sechsköpfigen bäuerlichen Begleitung gegen die weiße Dame, einen Läufer und ebenfalls sechs Bauern keine Überlebenschance mehr hatte und ermattet aufgeben musste. 1:0

 

An Brett 1 trat unser Jungsenior Michael Müller (1673) mit den schwarzen Steinen gegen Norbert Sause (1364) an. Er kommentiert seine Partie wie folgt:

 

In meiner Partie kam ein Nimzo-Inder aufs Brett, in dem Weiß die Springerfesselung mit 4.Ld2 auflöste. Diese Variante gilt als harmlos, aber auch als Schwarzer muss man darauf richtig reagieren. Ich spielte die suboptimale Antwort 4...d5, worauf 5.c5 die Position am Damen­flügel aus schwarzer Sicht ziemlich beengt wurde. Am Damenflügel kam ich nach einigen weiteren Zügen nicht so recht weiter. Da ferner das Zentrum blockiert war, bemühte ich mich am Königsflügel mit ...f6 zu aktivem Spiel zu kommen. Weiß ließ die Öffnung der f-Linie zu und ich konnte meinen weißfeldrigen Läufer via g6 direkt nach e4 spielen, wo dieser unvertreibbar ins weiße Lager schaute. Dann übersah Weiß einen Gabelangriff mit der schwarzen Dame, womit ich einen Turm eroberte. Die Partie war damit entschieden. 2:0

Brett 3, ebenfalls mit Schwarz, beackerte Harald Weinitschke, hier sein Bericht:

 

Am Brett 3 spielte Perrin (1116) mit Weiß gegen Weinitschke (1443). Mit 1. d4 - Sf6 schien es in eine Grünfeld- oder Indische Verteidigungsvariante einzumünden, aber nach 2. Sc3 statt c4 war eigene Kreativität gefragt, weil dieser Zug von der Theorie abweicht. Mit 2. - e6 und 4. - b6 leitete Schwarz in die Damenindische Variante über. Nach dem Abtausch der Türme hatte sich Schwarz eine bessere Ausgangslage für das Endspiel erarbeitet. Als Weiß im 18. Zug durch Sxd5 auch noch den zweiten Zentrumsbauern ohne Kompensation einbüßte und im 21. Zug seine Dame auf die Grundlinie zurückzog, damit eine Qualität opferte mit einer Mattdrohung, war das Spiel entschieden. Mit zwei gegen einen Läufer und auch noch einem Bauern weniger, konnte Weiß dem Angriff nichts mehr entgegensetzen. Nach 34. - Kxf4, der Drohung, einen weiteren Bauern zu verlieren und einem schwarzen Freibauern, gab Weiß auf. Jetzt stand es schon 3:0.

 

Bleibt noch unser an Brett 2 mit Weiß spielende Karsten Dehning-Busse (1667):

 

An Brett 2 spielte ich mit Weiß gegen Erich Casties (DWZ 1267). Schwarz behandelte die Moderne Verteidigung etwas umständlich und verschnörkelt, sodaß er zu Beginn des Mittelspiels in eine sehr passive Position kam. Ich hatte freies Figurenspiel und eine anhaltende Initiative. Leider versäumte ich es dann, den Druck zu erhöhen und erste Früchte einzusammeln. Durch geschickte Manöver gelang es Schwarz, seine Figuren zu koordinieren, einige Figuren abzutauschen und seine Stellung zu befreien. Im Endspiel mit gleichfarbigen Läufern hatte ich einen mikroskopischen Vorteil durch die etwas bessere Bauernstruktur : Meine Bauern waren auf den Linien a,b,c,f,g,h, seine Bauern auf den Linien a,b,d,f,g,h . Schwarz schien sich sicher zu sein, das remis in der Tasche zu haben, zog schnell und machte 2 ungenaue Züge hintereinander. So gelang es mir schließlich, einen Freibauern zu bekommen, der spielentscheidend war. Vermutlich hätte ich die Partie in 25 Zügen gewinnen können, so waren es 55 Züge, aber gewonnen ist gewonnen...

 

Endstand: 4:0

 

Wirft man einen Blick auf die Tabelle, stehen wir nach 5 Spielen mit zwei Siegen brettpunkt- und feinwertungsgleich mit unserem nächsten Gegner TuS Syke auf Platz 5 von 10 Mannschaften. Also: Auf nach Syke zu neuen Taten!

 

LD