+++ Marko Jostes gewinnt das Sommerschnellschachturnier 2017+++
Zugang zu unserem Vereinsserver

Aktuelles

Sawadkuhi 2002 bei der Bremer Einzelmeisterschaft (Foto: Hanno Keller, Schacharchiv der Bremer SG)

27.07.2017: Massoud Amir Sawadkuhi verstorben

 

Gestern erreichte mich die traurige Nachricht, dass Massoud Amir Sawadkuhi leider Ende Juni verstorben ist. Auf Wunsch der Familie fanden die Trauerfeierlichkeiten im engsten Kreise statt und sein jetziger Verein SK Bremen-Nord hat es nun bekanntgegeben.

 

Ich denke, viele Schachfreunde aus Bremen und Umzu hätten sich sonst auf diesem Wege von ihm verabschiedet und ihre Anerkennung gezeigt. Neben der Bremer SG und dem SK Bremen-Nord war er auch bei Werder in seiner langen Schachkarriere in Bremen aktiv.

 

Über 10 Jahre hatte er das wöchentliche Training der Bremer SG in den 80er und 90er Jahren geleitet. Ebenso war er in vielen Spielzeiten Spitzenspieler in den Mannschaftskämpfen und nahm ebenso erfolgreich an den Vereinsturnieren teil. An unzähligen Vereinsabenden saß er mit Hanno Keller († 2015) am Brett und analysierte Fernschachpartien. Da konnte man als Kibitz einiges lernen.

 

Im letzten Jahr hatte er die B-Trainer Lizenz des Deutschen Schachbundes erworben. Im Zuge dessen bat er mich als damaligen Vorsitzenden der Bremer SG um eine Bestätigung seiner Trainingszeiten bei uns. Dem Wunsch kam ich natürlich gerne nach. Meine Schachlaufbahn begann ich 1984 bei der Gröpelinger Schachgemeinschaft, besuchte aber schon bald parallel das Training von ihm bei der Bremer SG und später als Mitglied natürlich auch wieder. Bei dem Blättern durch alte Trainingsunterlagen und Vereinsnachrichten und der Rücksprache mit Thomas Jonnek, der auch einer seiner „Schützlinge“ war, kamen viele schöne Erinnerungen an die „gute alte Zeit“ zurück. Massouds Training war immer von hoher Qualität und seiner Begeisterung für das Schach geprägt. Noch heute nutze ich viele Redewendungen bei Analysen, die vielleicht nicht wortwörtlich von Massoud stammen, aber doch seine Einstellung zum Schach widerspiegeln. Er ließ aber auch nie Zweifel, dass Fortschritte nur mit intensiver Arbeit erreicht werden können. Ich habe trotzdem eine ganze Menge gelernt.

 

Es ist sehr schade, dass Massoud nicht noch viele schöne Jahre mit dem geliebten Schach verbringen durfte. Wir bedanken uns für seine langjährige erfolgreiche Arbeit bei der Bremer SG und werden ihn in sehr guter Erinnerung behalten.

DS

PS vom 28.7.2017: Ausgewählte Partien Sawadkuhis

 

Anlässlich seines 60. Geburtstags hat Sawadkuhi im September 2002 eine kleine Broschüre mit 60 eigenen Partien zusammengestellt und kommentiert, "um mich an die vergangenen Wettkämpfe und die alten Schachfreunde zu erinnern". Ein Exemplar schenkte er "Herrn Pastor Hanno Keller"; es befindet sich im Schacharchiv der Bremer Schachgesellschaft und steht hiermit als pdf-Download bereit.

AC

Partiensammlung Sawadkuhis
Sawadkuhi_60.pdf
PDF-Dokument [1.9 MB]

26.7.2017 Marko Jostes gewinnt im Sommerschnellschach

 

Am Ende setzte sich der Favorit durch: nach acht Runden lag Marko Jostes souverän mit 2 Punkten Vorsprung auf dem ersten Platz des diesjährigen Sommerschnellschachturniers. Gratulation!

 

Allerdings hatte er auf dem Weg dorthin kritische Augenblicke zu überstehen: so siegte er in der 1. Runde in einem remislichen Doppelspringerendspiel gegen den Gastspieler Markus Jablonka, weil dieser freundlicherweise mit seinen Springern in eine Bauerngabel hineinhoppelte. Und auch Manfred Krause tat ihm in der 5. Runde den Gefallen, in der hektischen Blitzphase einen ganzen Turm einzustellen. Aber wie heißt es so schön-schaurig: Glück muss man sich verdienen. Und dass Jostes außerdem der einzige Spieler ohne Niederlage war, spricht auch für sein Können.

 

Punktgleich teilten sich die Plätze Krause und Alexander Gattig - starke Gastspieler heißt der Verein jederzeit willkommen ;)

AC

BSG Sommerschnellschach 2017

Runde 1 - 4 vom. 17.07.2017

Rangliste:  Stand nach der 4. Runde 
Rang Teilnehmer Titel TWZ At Verein/Ort Land S R V Punkte Buchh SoBerg
1. Jostes, Marko   2006       3 1 0 3.5 7.0 5.75
2. Krause,Manfred   1849       3 1 0 3.5 6.5 5.50
3. Gattig, Alexander   1850   Gast   2 1 1 2.5 10.0 4.75
4. Fritz, Otto   1260       2 1 1 2.5 4.0 2.25
5. Ditmas, Hugh   1890       1 2 1 2.0 10.0 3.75
6. Dehn.-Busse,Karst   1681       1 2 1 2.0 6.0 2.00
7. Dietrich,Igor   1690       2 0 1 2.0 5.5 1.50
8. Hoffer,Hayo   1703       1 1 2 1.5 11.5 3.25
9. Weinitschke,Haral   1443       1 1 2 1.5 7.5 2.00
10. Jablonka, Markus   1500   Gast   1 0 3 1.0 10.5 2.50
11. Gatz, Helmut   1300       1 0 3 1.0 8.0 0.00

13.07. Sommer Schnellschachturnier 2017

 

Liebe Schachfreunde. Ich möchte Euch aus der Sommerlethargie wecken und viele

Spieler am kommenden Montag,den. 17.07.2017 zum Sommerschnellschach einladen.

 

Es ist in der BSG eine schöne Tradition geworden auch in der Sommerzeit ein

Schnellschachturnier durchzuführen. Wir spielen dieses Turnier nun im vierten Jahr,

und es erfreut sich immer mehr großer Beliebtheit.

 

Gespielt werden pro Partie 20 Min. Am 17.07. spielen wir die ersten 5 Runden, und

am Montag drauf den. 24.07. die restlichen 4 Runden. DWZ oder Elo ist sekundär,

es ist ein Turnier ohne Druck und DWZ Wertung. Der Sieger erhält unseren BSG -

Sommerschnellschach Wanderpokal,der jedes mal neu ausgespielt wird. Beginn

um 19:30 Uhr. Anmeldung vor Ort.

 

Dieses Objekt der „Begierde“ konnte im ersten Jahr Alexander Kück gewinnen. Ihm

folgte im Jahr darauf Hayo Hoffer. Im vergangenem Jahr wurde Marko Jostes

Schnellschachsieger.

 

Also, liebe Schachfreunde auf ein spannendes Turnier !

KB

07.07. Ehrung für Rolf Hundack

 

Rolf wurde in der vergangenen Saison Schnellschachmeister und Pokalsieger

In der Vereinsmeisterschaft holte er den zweiten Platz. Entsprechend wurden ihm nachträglich

Pokale und Urkunden übergeben. Herzlichen Glückwunsch von der gesamten BSG !

 

K.B.

 

Spielbericht aus der Seniorenliga: BSG 3 - Findorffer SF 3

 

Im Rahmen der Bremer Senioren Mannschaftsmeisterschaft 2017 trafen am 26. Juni die Senioren der BSG 3 in einem Heimspiel auf eben dieselben der Findorffer Schachfreunde 3. Der Papierform nach waren wir klarer Favorit, sind wir doch mit DWZ 1617 und die Findorffer mit 1259 gemeldet.

 

An Brett 4 spielte Lutz Dirks (1097) mit den weißen Steinen ein im zweiten Zug angenom­menes Damengambit gegen den noch DWZ-losen Rolf Dittmar.

 

Genau zur Hälfte der Partie im 19. Zug gab mein Gegner einen seiner Türme gegen einen Springer, und somit waren die Weichen auf Sieg gestellt. Das bittere Ende erlebte der schwarze König, nachdem er seine Dame und anschließend den letzten verbliebenen Läufer im Zuge einer Fesselung verloren hatte, im 38. Zug auf h4, wo er mit seiner restlichen sechsköpfigen bäuerlichen Begleitung gegen die weiße Dame, einen Läufer und ebenfalls sechs Bauern keine Überlebenschance mehr hatte und ermattet aufgeben musste. 1:0

 

An Brett 1 trat unser Jungsenior Michael Müller (1673) mit den schwarzen Steinen gegen Norbert Sause (1364) an. Er kommentiert seine Partie wie folgt:

 

In meiner Partie kam ein Nimzo-Inder aufs Brett, in dem Weiß die Springerfesselung mit 4.Ld2 auflöste. Diese Variante gilt als harmlos, aber auch als Schwarzer muss man darauf richtig reagieren. Ich spielte die suboptimale Antwort 4...d5, worauf 5.c5 die Position am Damen­flügel aus schwarzer Sicht ziemlich beengt wurde. Am Damenflügel kam ich nach einigen weiteren Zügen nicht so recht weiter. Da ferner das Zentrum blockiert war, bemühte ich mich am Königsflügel mit ...f6 zu aktivem Spiel zu kommen. Weiß ließ die Öffnung der f-Linie zu und ich konnte meinen weißfeldrigen Läufer via g6 direkt nach e4 spielen, wo dieser unvertreibbar ins weiße Lager schaute. Dann übersah Weiß einen Gabelangriff mit der schwarzen Dame, womit ich einen Turm eroberte. Die Partie war damit entschieden. 2:0

Brett 3, ebenfalls mit Schwarz, beackerte Harald Weinitschke, hier sein Bericht:

 

Am Brett 3 spielte Perrin (1116) mit Weiß gegen Weinitschke (1443). Mit 1. d4 - Sf6 schien es in eine Grünfeld- oder Indische Verteidigungsvariante einzumünden, aber nach 2. Sc3 statt c4 war eigene Kreativität gefragt, weil dieser Zug von der Theorie abweicht. Mit 2. - e6 und 4. - b6 leitete Schwarz in die Damenindische Variante über. Nach dem Abtausch der Türme hatte sich Schwarz eine bessere Ausgangslage für das Endspiel erarbeitet. Als Weiß im 18. Zug durch Sxd5 auch noch den zweiten Zentrumsbauern ohne Kompensation einbüßte und im 21. Zug seine Dame auf die Grundlinie zurückzog, damit eine Qualität opferte mit einer Mattdrohung, war das Spiel entschieden. Mit zwei gegen einen Läufer und auch noch einem Bauern weniger, konnte Weiß dem Angriff nichts mehr entgegensetzen. Nach 34. - Kxf4, der Drohung, einen weiteren Bauern zu verlieren und einem schwarzen Freibauern, gab Weiß auf. Jetzt stand es schon 3:0.

 

Bleibt noch unser an Brett 2 mit Weiß spielende Karsten Dehning-Busse (1667):

 

An Brett 2 spielte ich mit Weiß gegen Erich Casties (DWZ 1267). Schwarz behandelte die Moderne Verteidigung etwas umständlich und verschnörkelt, sodaß er zu Beginn des Mittelspiels in eine sehr passive Position kam. Ich hatte freies Figurenspiel und eine anhaltende Initiative. Leider versäumte ich es dann, den Druck zu erhöhen und erste Früchte einzusammeln. Durch geschickte Manöver gelang es Schwarz, seine Figuren zu koordinieren, einige Figuren abzutauschen und seine Stellung zu befreien. Im Endspiel mit gleichfarbigen Läufern hatte ich einen mikroskopischen Vorteil durch die etwas bessere Bauernstruktur : Meine Bauern waren auf den Linien a,b,c,f,g,h, seine Bauern auf den Linien a,b,d,f,g,h . Schwarz schien sich sicher zu sein, das remis in der Tasche zu haben, zog schnell und machte 2 ungenaue Züge hintereinander. So gelang es mir schließlich, einen Freibauern zu bekommen, der spielentscheidend war. Vermutlich hätte ich die Partie in 25 Zügen gewinnen können, so waren es 55 Züge, aber gewonnen ist gewonnen...

 

Endstand: 4:0

 

Wirft man einen Blick auf die Tabelle, stehen wir nach 5 Spielen mit zwei Siegen brettpunkt- und feinwertungsgleich mit unserem nächsten Gegner TuS Syke auf Platz 5 von 10 Mannschaften. Also: Auf nach Syke zu neuen Taten!

 

LD