Das Hilse-Projekt

28.3.20: Der unbekannte Meister V: Das älteste Foto Teil 2

 

Die Frage vom 18.2., ob und wenn ja, wo Wilhelm Hilse auf dem Gruppenfoto links steht

(Der unbekannte Meister IV) scheint gelöst! Die wohl richtige Antwort kam von Peter Anderberg vom SK Marmstorf GW Harburg und MTV Tostedt. Der Schachhistoriker - und mit einer DWZ von knapp 2000 auch kein schlechter Spieler - vermutet wie auch meine Wenigkeit, "dass Hilse in der vorderen Reihe auf der linken Seite steht, hinter den Buchstaben 'ar'." Zum Vegleich folgen zwei Vergrößerungen, die des bereits bekannten Gruppenfotos von 1902 und eine vom 21. Kongreß des Deutschen Schachbundes 1922 in Bad Oeynhausen.

AC

 

PS: Anderberg hat übrigens auch noch sehr Interessantes zur "bis dato ältesten bekannten" Partie Hilses zu berichten (Der unbekannte Meister III)  - dazu demnächst mehr!

Zum Vergrößern anklicken

18.2.20: Der unbekannte Meister IV: Das älteste Foto

 

Im Schacharchiv der Bremer Schachgesellschaft findet sich ein ganz besonders Foto: es zeigt die Teilnehmer des 6. Niederelbischen Schachkongresses, der vom 4. bis zum 6. Oktober 1902 in Bremen stattfand. Da zahlreiche Mitglieder des Vereins an diesem Turnier teilnahmen, ist es zugleich das älteste Gruppenfoto der Bremer Schachgesellschaft!

 

Dank der Schachkolumne der Bremer Nachrichten, die vom damaligen Vorsitzenden der Schachgesellschaft Rudolph Presuhn geleitet wurde (und von unserem Chronisten Hanno Keller für die Vereinschronik penibel ausgewertet wurde), wissen wir sogar die genauen Umstände des Fotos: Es ist am 4. Oktober gegen 14 Uhr von dem Fotografen Berghäger in den Wallanlagen in der Nähe der heutigen Bischoffsnadel aufgenommen wurde.

 

Für die für dieses Jahr geplante Artikelserie über Wilhelm Hilse ist dieses Foto ebenfalls besonders; denn wenn sich der Schreiberling dieser Zeilen nicht irrt, ist auch Hilse abgebildet, womit es zugleich das älteste bekannte Foto von ihm wäre! Zum Vergleich sei ein Detail eines Fotos aus dem Jahre 1927 angeführt (auf das wir als ganzes noch an anderer Stelle zurückkommen werden). Wer findet anhand dieser Darstellung das 25 Jahre jüngere Ich Hilses auf dem Foto von 1902? Antworten und Vermutungen bitte an schacharchiv@bremersg.de!

AC

 

PS vom 24.2.20: Zu besseren Vergleich sind die Bilder nun größer bzw. durch Anklicken vergrößerbar!

7.2.20: Neues aus dem Schacharchiv: Der unbekannte Meister III - Die älteste Partie

 

Auch auf der Homepage des Landesschachbundes erscheinen Artikel der Serie über Wilhelm Hilse. Unter dem heutigen Datum findet sich dort ein Text über seine bisher bekannteste älteste Partie, die auch darüber hinaus von schachhistorischen Interesse ist! Weiterlesen ...

Anbei der Text von der HP des LSB als Screenshot. Zum Vergrößern anklicken!

6.2.20: Neues aus dem Schacharchiv: Der unbekannte Meister II - Das erste Mal

 

Wie einige bereits mit Argusaugen erkannt haben, beginnt die Lösung des Rätsels vom 24.1. mit dem Zug 1.Dc1! Die Hauptidee des Damenopfers liegt in der Ablenkung des Läufers vom Feld f2, sodass z.B. nach 1. ...Lc1: 2. Sf2 geht mit der undeckbaren Drohung 3.g4#. Ein hübsches Mattbild!

 

Dieses von Brinkmann stammende Problem ist am 16.8.1896 in den Bremer Nachrichten erschienen. Die Erstveröffentlichung war allerdings ohne den schwarzen Bf7 und daher mit 1. Sf6: nebenlösig! Darauf hingewiesen hat der Einsender "W. Hilse, Kirchweyhe". Damit taucht Hilses Name zum ersten Mal überhaupt in der Schachgeschichte auf - die Saat ist gesät!

AC

 

PS: Eine Woche später, also am 23.8., erschien in den Bremer Nachrichten die angeführte korrigierte Fassung mit dem schwarzen Bf7.

24.1.20: Neues aus dem Schacharchiv: Der unbekannte Meister

 

Nach einer kleinen Pause widmen wir auch die diesjährige Vereinsmeisterschaft wieder einem ehemaligen Mitglied der Bremer Schachgesellschaft. Die VM 2020 ist Wilhelm Hilse (1878-1940) gewidmet, der neben Carl Carls und Oskar Antze der dritte BSG-Spieler mit Meisterwürde war. Von den Dreien ist er allerdings am unbekanntesten geblieben - Grund genug, ihn einmal umfänglich zu ehren. Das geschieht in Form eines work in progress: Diverse Unterlagen und Dokumente werden hier nach und nach ausgewertet. So können die Lesenden an der allmählichen Verfertigung eines größeren Textes über Hilse beiwohnen. Das ambitionierte Ziel ist, am Ende des Jahres eine (Kurz)biographie zu haben, die als Referenzquelle zukünftiger Forschung über Hilse angesehen werden kann.

 

Einem Schachspieler angemessen beginnen wir mit einer Schachaufgabe. Denn Hilses Name taucht das erste Mal in der Schachgeschichte mit der Lösung der folgenden Komposition auf. Sie stammt von Brinckmann und die Aufgabe lautet: Matt in 3 Zügen. Lösungsvorschläge an schacharchiv@bremersg.de!

AC